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Telgter Modell Vorbildprogramm im gesamten Regierungsbezirk Münster
Telgter Modell Vorbildprogramm im gesamten Regierungsbezirk Münster

Telgter Modell Vorbildprogramm im gesamten Regierungsbezirk Münster

Das Telgter Modell< wird Vorbildprogramm für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule im gesamten Regierungsbezirk Münster.

Am Montag, 04. Oktober 2010 hat der Münsteraner Regierungspräsdident Dr. Peter Paziorek in der Fertigungshalle der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG gemeinsam mit Experten und Organisatoren die neue Initiative rund 470 interessierten Gästen vorgestellt.

Zunächst begrüßte Hausherr Bernd Münstermann die Gäste sehr herzlich und lenkte die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die imposanten Trocknungsanlagen, welche während der Veranstaltung als Kulisse für die Bühne dienten. Die Einbindung der Produkte des Hauses Münstermann in die Gestaltung des äußeren Rahmens vermittelte neben den vielseitigen Redebeiträgen dem Publikum eine konkrete Vorstellung davon, was Hintergrund und Ziele des Telgter Modells sind.

Telgter Modell - Vorbild für den gesamten Regierungsbezirk

„Wirtschaft und Schulen als Partner – eine Kooperation nach dem Telgter Modell: So heißt unser neues Programm, das wir von nun an Unternehmen aller Branchen und Kommunen und Schulen in unserem Regierungsbezirk anbieten wollen“, erklärte Dr. Paziorek den gespannten Gästen. Er bezeichnete Handwerk und Industrie als äußerst wichtige Faktoren für die Wirtschaftsstruktur des Münsterlandes. „Gemeinsam vereinbarte Handlungskonzepte zur Vernetzung von Wirtschaft und Schule helfen uns, qualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden“, fuhr der Regierungspräsident fort.

Mit besonderer Freude und Überraschung nahm Magdalena Münstermann, Hauptinitiatorin des Telgter Modells, aus den Händen von Ute Cewe, Abteilungsleiterin der Sparda-Bank, einen Preis des Programms BOJE (Berufliche Orientierung für jugendliche Einsteiger) in Höhe von 5.000 Euro entgegen. Die finanziellen Mittel sollen das Erreichen der Ziele des Telgter Modells unterstützen.

Historische Entwicklung des Modells

Im Anschluss beschrieb Magdalena Münstermann die Entwicklung des Telgter Modells ausgehend von ersten Gesprächen mit einigen Lehrern der Telgter Clemenshauptschule bis heute. „Zum jetzigen Zeitpunkt verbindet das Programm zirka 90 lokale Unternehmen und alle drei weiterführenden Schulen.“ Sie stellte dem Publikum die zentralen Inhalte des Programms vor: Internetplattform, Praktikums- und Azubibörse, sowie ein Portfolio von Unterrichtsinhalten, welche die Unternehmen für unterschiedliche Themen der Lehrpläne vorgeschlagen haben.

Konkrete Pläne, das Modell auf Regierungsbezirk auszuweiten

Elke Steimann, Realschulrektorin und Ansprechpartnerin der Bezirksregierung für das geplante Projekt, begeisterte die Zuhörer mit ihren Ideen, das Telgter Modell auf die höhere Ebene des Regierungsbezirks zu transferieren. Zentrale Akteure sind in diesem Rahmen auch die Agentur für Arbeit und die Initiative STARTKLAR, die sich um die Betreuung von Jugendlichen beim Übergang ins Berufsleben kümmern. Die Vertreter dieser beiden Institutionen Joachim Fahnemann und Roland Berger wiesen auf die Wichtigkeit kontinuierlicher Elternarbeit hin und unterstrichen das Potential der in der öffentlichen Meinung stark benachteiligten Hauptschüler für den münsterländischen Arbeitsmarkt.

Abschließende Podiumsdiskussion

In zwei Podiumsdiskussionen besprachen Auszubildende, Lehrer der örtlichen Schulen und hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft anschließend an Hand konkreter Beispiele aus dem täglichen Leben ihre Erfahrungen mit dem Telgter Modell. Mats Wördemann, seit September Auszubildender bei Münstermann im Bereich Konstruktionstechnik, bereicherte den angeregten Gedankenaustausch durch seine Schilderung des Moduls „Mathe im Beruf“: „Wir Schüler haben erlebt, dass man die theoretischen Rechnungen aus dem Unterricht beim Lösen praktischer Fragen mit großem Erfolg anwenden kann.“

Das Telgter Modell erregt regional und überregional immer größere Aufmerksamkeit: Bereits im April war eine hochrangige Delegation des VDMA in unserem Hause zu Gast, um Magdalena Münstermann den renommierten Eberhard-Reuther-Preis zu verleihen.