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Roboter-Handling der pastierten Bleiplatten: Das Beladen der Paletten mit den pastierten Platten geschieht vollautomatisch
Roboter-Handling der pastierten Bleiplatten: Das Beladen der Paletten mit den pastierten Platten geschieht vollautomatisch

Kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Batterieplatten

Bei der Herstellung von Batterien werden die Elektroden aus Bleigittern hergestellt, die mit einer speziellen Paste beschichtet werden und dann die eigentlichen Energieträger darstellen.

Dabei bietet die Verwendung von vierbasischem Bleisulfat eine Vielzahl an Vorteilen. Allerdings benötigt man ein spezielles Verfahren und entsprechende Ausgangsmaterialien, um die Produktion der Platten zu sichern.

Patentiertes Verfahren

Zusammen mit dem Ingenieurbüro Dr. Nitsche (http://www.iee-dr-nitsche.de) hat Münstermann ein Verfahren entwickelt, mit dem man vierbasisches Bleisulfat (patentiert als TBLS+) zur Produktion von pastierten Bleigittern für die Batterieherstellung verwenden kann. Neben dem Ausgangsmaterial ist auch das Reife- und Trocknungsverfahren für die Platten an sich patentiert. Die Vorteile des gesamten Verfahrens liegen, um nur einige zu nennen, darin, dass die Batterien eine längere Lebensdauer aufweisen, die Leistungsstreuungen über die Lebensdauer geringer sind und die Produktionszeit inklusive Be- und Entladung auf 4 Stunden erheblich verkürzt wird.

Reifeprozess und Trocknung

Der eigentliche Reifeprozess wird in zwei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt werden die Platten in speziellen Paletten in eine Reife- und Trockenkammer eingelegt. Über Öffnungen in den Zwischenböden der Kammer werden die Platten nun etwa eine Stunde mit atmosphärischem Wasserdampf beaufschlagt. Zur Abdichtung befindet sich zwischen Palette und Öffnung eine aufblasbare Dichtung. Während der Bedampfung finden verschiedene chemische Prozesse statt, die die eigentliche Güte der Platten ausmachen. Im zweiten Schritt werden die Platten in der Kammer je eine Stunde bei etwa 60°C (Abbau des freien Bleis) und 100°C getrocknet (Restfeuchte ‹ 0,5%).

Automatisierung und Material-Handling

Neben der eigentlichen Verfahrenstechnik liefert Münstermann für eine Komplettlösung auch ein innovatives Material-Handling. Die pastierten Platten werden von einem Roboter automatisiert in Stapeln zu je 140 Stück in die Paletten gesetzt. Jede dieser Paletten wird mit 32 Stapeln gefüllt. Je 6 Paletten werden dann in ein Stapelmagazin gesetzt. Die gefüllten Paletten werden dann entweder manuell über einen Gabelstapler in die Trockenkammern geladen, oder alternativ bietet Münstermann auch hier automatisierte Lösungen für die Beladung.